Mit „Marion & Sabine“ kam die gute Stimmung nach Schweindorf

Mühlenfest litt unter dem Dauerregen / Kunsthandwerker zeigten eine breite Palette ihres Schaffens

jal_0840SCHWEINDORF / JAL – Mächtig stolz war der sechsjährige Jonas Wayand aus Mühlheim an der Ruhr, als er auf dem Mühlenfest an der Mühle Klaashen in Schweindorf vom Schmied Diedrich Dieker ein selbst gefertigtes kleines Hufeisen in die Hand bekam, schließlich hatte Jonas, der zur Zeit mit seinen Eltern in Ostfriesland Urlaub macht, zuvor selbst den Hammer geschwungen und das Eisen in seine Form gebracht.

So wie die Familie Wayand ließen sich viele Gäste durch den Dauerregen den Besuch des Mühlenfestes an der Mühle Klaashen nicht vermiesen, schließlich hatten die Mitglieder des aktiven Mühlenvereins ein buntes Programm mit Unterhaltung und einem großen Handwerkermarkt auf die Beine gestellt. Allerdings verzeichneten die Organisatoren deutlich weniger Besucher als im Vorjahr. Die spontanen Gäste und die Radfahrer, die sonst in Scharen das Fest besuchten, blieben bei den Witterungsverhältnissen wohl lieber zuhause in der trockenen Stube.

jal_0823Als musikalischer Höhepunkt des Mühlenfestes war das Schlager-Duo „Marion & Sabine“ nach Schweindorf gekommen. Und das Geschwister-Duo aus Norden verstand es mit ihrer frischen und unkomplizierten Art einmal mehr die Stimmung mit ihrem Gesang aufzuhellen. Es wurde im Packhaus und im Festzelt bei Tee und Kuchen mitgesungen, geklatscht und geschunkelt und bei so manchem Festbesucher ging bei der tollen Stimmung sicherlich auch ein wenig die Sonne auf. „Marion & Sabine“ präsentierten einige Lieder aus ihrer aktuellen Musik-CD „Herzenssehnsucht“ und einen Querschnitt ihres breiten Repertoires von der Heimat- und volkstümlichen Musik bis hin zu Schlagern und der Stimmungsmusik, sowie den Liedern fürs Herz und Gemüt. Natürlich durfte auf dem Mühlenfest auch der Spielmannszug nicht fehlen. Die Spielleute zeigten sich wetterfest und spielten draußen an der Mühle auf.

jal_0852In und rund um die Mühle präsentierten Kunsthandwerker einen Querschnitt ihres Schaffens. Individuelle Zaunelemente von Bernd Grieser aus Aurich zierten das Mühlengrundstück. Außerdem zeigte Christa Grünfeld aus Westoverledigungen ihre Malerei auf Milchkannen und Franziska Freese aus Ochtersum zeigte ihre textilen Handarbeiten. Außerdem gab es Naturkränze und Gestecke bei Hedda Boekhoff aus Uplengen und Marmeladen und Liköre von Elke Droll aus Westerholt. In der Mühle zeigten Elvira Mrotzek aus Norden ihre kreativen Karten, Monika Czmaiduch aus Holtgast ihren Unikatschmuck, Angela Wölfel aus Hage ihre handgearbeiteten Teddys, Karin Oberlaender-Said aus Dornumersiel ihre Miniaturen und Uwe Galts seine Filzarbeiten.

Kinderanimation im alten Müllerhaus, ein Flohmarkt und Fahrten im „Holtriem-Express“ rundeten das Programm auf. Außerdem führten die Vorsitzenden des Mühlenvereins, Holger Rathmann und Erhard Pfeifer die Besucher gern durch das Innere der Klaashenschen Mühle.

Bereits am Sonntagvormittag hatte Pastorin Rosemarie Giese aus Stedesdorf im Rahmen der Kirchentour „Kark up Dörp“ einen Gottesdienst im Festzelt am Packhaus abgehalten. In der Predigt drehte sich alles um Windmühlen, sowohl in seiner modernen, als auch in seinen historischen Formen. Der Gottesdienst wurde musikalisch vom Kirchenchor und dem Posaunenchor Ochtersum mitgestaltet. Nach dem Gottesdienst gab es Tee und Krintstuten.

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