Die Klaashensche Mühle in Schweindorf feiert hundertjährigen Geburtstag

Jahreshauptversammlung beim Mühlenverein Schweindorf / Mitglieder planen den Bau eines Packhauses / Spielmannszug sucht dringend neue Mitglieder

03_07SCHWEINDORF / JAL – „Der Mühlenverein Schweindorf ist für unsere Gemeinde sehr wertvoll, ihr seit eine Bereicherung für uns.“, mit diesen Worten lobte Schweindorfs Bürgermeister Hans Schuster anlässlich der Jahreshauptversammlung des Mühlenvereins Schweindorf das Engagement um den Erhalt der Klaashenschen Mühle, dass durch die Restaurierung wieder zu einem schmucken Wahrzeichen der Holtriemer Gemeinde geworden ist.

In seinem Jahresbericht hielt Holger Rathmann, Vorsitzende der Schweindorfer Mühlenfreunde, noch einmal Rückschau auf das vergangene Jahr. Dabei konnte Rathmann von durchgeführten Arbeiten am Bunkler und an der Achse der Mühle berichten. Die Firma Hass aus Norden hat diese Arbeiten durchgeführt und dabei auch die Bremse neu eingestellt. Jetzt läuft die Mühle leichter und es kann gemahlen werden. Außerdem wurde eine Elektrowinde angeschafft. Damit kann die Mühle leichter in den Wind gedreht werden. Das so genannte Koien mit der Hand war doch recht schweißtreibend. Neben Holger Rathmann und Erhard Pfeifer hat der Mühlenverein jetzt noch zwei weitere Müllergesellen in seinen Reihen. Heinrich Ihnen und Manfred Simmering haben im letzten Jahr an einen Kurs für „freiwillige Müller“ an der Volkshochschule Leer erfolgreich teilgenommen.

Der geplante Bau eines Packhauses an der Mühle war im vergangenen Jahr auch immer wieder Thema in den Beratungen des Vorstandes. Der Bau des Packhauses war auf der letzten Versammlung beschlossen worden, weil das Müllerhaus an der Dörpstede marode ist und über kurz oder lang nicht mehr als Vereinsdomizil genutzt werden kann. Nachdem einige Pläne nicht mit dem Denkmalschutz in Einklang waren, liegt nun seit Weihnachten ein endgültiger Plan beim Bauamt zur Genehmigung. Die Gemeinde Schweindorf hat dem Verein bereits einen Zuschuss über 10000 Euro für die Baumaßnahme zugesagt.

Des weiteren konnte der Vorsitzender des Mühlenvereins von den Aktivitäten des vergangenen Jahres angefangen beim Mühlentag am Pfingstmontag bis zur Teilnahme am Weihnachtsmarkt berichten. Die Mühlentour führte die Mitglieder nach Ditzum und Jemgum. Ein besonderes Highlight war das Mühenfest im August. Bei bestem Sommerwetter konnte der Verein mit seinen Gästen unter der Mühle feiern. Auch war der Mühlenverein mit einem Korsowagen beim Erntekorso im September mit von der Partie.

Nach dem Jahresrückblick des Vereinsvorsitzenden, berichtete Wolfgang Akkermann von den Aktivitäten des Spielmannszuges. Die Spielleute hatten im letzten Jahr 21 Auftritte. Leider muss der Spielmannszug derzeit einen Mitgliederschwund verkraften. „Momentan sind wir neun Spielleute im Spielmannszug, die aber mit Begeisterung bei der Sache sind.“, weiß der Leiter des Spielmannszuges zu berichten. Allerdings braucht der Spielmannszug dringend Verstärkung. „Junge und auch ältere Interessierte, die bei uns mitspielen wollen, sind uns jederzeit willkommen.“, so Akkermann der außerdem hinzufügt, dass eine Mitgliedschaft im Spielmannszug mit keinen finanziellen Verpflichtungen verbunden ist, da die Instrumente und auch die Vereinskleidung gestellt werden.

In diesem Jahr feiert die Klaashensche Mühle 100. Geburtstag. Nach dem Brand der alten Mühle Klaashen im August 1906 wurde ein Jahr später die Mühle an seinem heutigen Standort am Mühlenweg neu aufgebaut. Das Jubiläum soll im August beim traditionellen Mühlenfest gefeiert werden. Die Vorbereitungen für das Fest laufen bereits auf Hochtouren. So ist zum Mühlenfest ein Handwerkermarkt geplant. Die Großheider Blaskapelle wird auftreten und der ganze Ort soll sich zu dem Fest fein herausschmücken.

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