{"id":101,"date":"2014-11-13T22:02:45","date_gmt":"2014-11-13T21:02:45","guid":{"rendered":"http:\/\/muehle-schweindorf.holtriem-news.de\/?page_id=101"},"modified":"2014-11-14T14:22:34","modified_gmt":"2014-11-14T13:22:34","slug":"schweindorfer-muehlengeschichte","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/muehle-schweindorf.holtriem-news.de\/?page_id=101","title":{"rendered":"Schweindorfer M\u00fchlengeschichte"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"http:\/\/muehle-schweindorf.holtriem-news.de\/wp-content\/uploads\/2014\/11\/rathmann_buch.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft wp-image-122 size-thumbnail\" src=\"http:\/\/muehle-schweindorf.holtriem-news.de\/wp-content\/uploads\/2014\/11\/rathmann_buch-150x150.jpg\" alt=\"rathmann_buch\" width=\"150\" height=\"150\" \/><\/a><strong>Holger Rathmann<\/strong>, Vorsitzender des M\u00fchlenvereins Schweindorf, hat die Schweindorfer M\u00fchlengechichte in einem Buch zusammen getragen.<\/p>\n<p><a title=\"Buch \u00fcber die Schweindorfer M\u00fchlengeschichte\" href=\"http:\/\/muehle-schweindorf.holtriem-news.de\/?p=121\">mehr&#8230;<\/a><\/p>\n<h2><\/h2>\n<hr \/>\n<h2>Ro\u00dfm\u00fchle von J\u00fcrgen Gottfried Schmidt<\/h2>\n<p style=\"text-align: justify;\">Im Jahre 1847 bat der Schmied J.G. Schmidt bei der K\u00f6niglichen Landrostei in Aurich um die Erlaubnis, eine Ro\u00dfm\u00fchle in Schweindorf errichten zu d\u00fcrfen.(Eine Ro\u00dfm\u00fchle ist eine G\u00f6pelm\u00fchle, die von einem Pferd angetrieben wird.) Er habe in der Kolonie Schweindorf vor zwei Jahren ein Grundst\u00fcck gekauft und ein Haus darauf errichtet. In Schweindorf und den angrenzenden Kolonien Schoo und Blomberg h\u00e4tten sich in den vergangenen Jahren viele neue Siedler niedergelassen und es sei keine Getreidem\u00fchle in der N\u00e4he. Darum sei das Bed\u00fcrfnis in der Bev\u00f6lkerung nach einer M\u00fchle vorhanden, denn es sei zu beschwerlich und zeitaufwendig mit dem Mahlgut zu weiter entfernten M\u00fchlen zu gehen. Oft werde man dort auch nicht gleich abgefertigt und m\u00fcsse den Weg nochmals machen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Landrostei stimmte dem Antrag zu, denn die n\u00e4chsten M\u00fchlen lagen in Utarp und Esens, was einen Weg von 1 1\/4 bis 1 3\/4 Stunden bedeute. Die Kolonien seien auch gewachsen. Im Jahre 1833 habe es 106 Wohngeb\u00e4ude mit 552 Menschen gegeben. Im Jahre 1845 seien es schon 156 H\u00e4user mit 889 Einwohnern gewesen. Ein weiteres Anwachsen sei zu erwarten. Die Einwohner h\u00e4tten schon l\u00e4ngst eine M\u00fchle beantragen k\u00f6nnen, h\u00e4tten aber jetzt erst die Bitte zum Bau einer M\u00fchle mit einer Unterschriftenliste eingereicht. Die Landrostei hatte keine besonders gute Meinung von den Kolonisten:\u201eObgleich unsere meisten Kolonisten noch faule, oder doch sorglose Menschen, ohne Triebkraft und ohne Bek\u00fcmmernis um den folgenden Tag sind, die den Zeitverlust durch die Reisen zu den entfernten M\u00fchlen nicht sehr empfinden, so darf man doch darnach das Maa\u00df nicht nehmen.&#8220;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der Bau einer M\u00fchle sei zu bewilligen, doch die M\u00fcller der Nachbarm\u00fchlen in Utarp, der Hedlefssche M\u00fchle in Esens und der Klosterm\u00fchle bei Esens seien dazu anzuh\u00f6ren. Aber diese k\u00f6nnten wohl keine Einw\u00e4nde haben, da sie schon bestanden, als in den Kolonien noch \u201emenschenlose Wildnisse&#8220; bestanden. Auch sei der Bau einer M\u00fchle in Blomberg zu gestatten. Da die M\u00fcller durch den Mahlbetrieb alleine nicht existieren k\u00f6nnten, sollten sie mit Torfgraben und Landwirtschaft etwas dazu verdienen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der M\u00fcller Eime H. Schipper aus Utarp wandte sich an das Amt Esens und sprach sich gegen eine M\u00fchle in Schweindorf aus, Zwar sei den Kolonisten eine M\u00fchle zu g\u00f6nnen, aber nicht in zu gro\u00dfer N\u00e4he von seiner M\u00fchle. Damit w\u00fcrden ihm Mahlg\u00e4ste abgezogen. Auch die Besitzer anderer M\u00fchlen in der Umgebung Witwe Renken von der Klosterm\u00fchle, Witwe Reinders aus Esens und H. Hedlefs aus Esens sprachen sich gegen die neuen Ro\u00dfm\u00fchlen in Schweindorf und Blomberg aus. Diese Einw\u00e4nde wurden aber abgewiesen, da diese M\u00fchlen schon vor der Gr\u00fcndung der Kolonien bestanden hatten und existieren konnten. In den Kolonien seien aber neue Mahlkunden angesiedelt worden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Genehmigung zum Bau je einer Ro\u00dfm\u00fchle mit einem Mahlgang wurde am 5. Juni 1847 J\u00fcrgen Gottfried Schmidt in Schweindorf und Jacob Frerich Braams in Blomberg erteilt. Als Geb\u00fchr waren j\u00e4hrlich 2 \u00bd Reichtaler in Gold an das Amt Esens zu entrichten. Schmidt und Braams bedankten sich f\u00fcr die erteilten Genehmigungen, gaben aber zu Bedenken, dass ein Mahlgang nur zur Mehlherstellung nicht ausreiche. Sie baten deshalb um die Erlaubnis zur Erweiterung ihrer M\u00fchlen um einen Peldegang und eine Vorrichtung zur Herstellung von Hafer- und Buchweizengr\u00fctze. Sie begr\u00fcndeten: \u201eAbgesehen nun auch von dem uns dadurch zu Theil werdenden Vortheile, so gereicht solche Erweiterung den Colonisten nicht nur zur Bequemlichkeit, sondern zum wahren nachhaltigen Nutzen, zumal sie alsdann die ihnen durch die Bef\u00f6rderung ihres Getreides zu den M\u00fchlen bei der Stadt Esens beraubt werdende Zeit zur Cultivierung ihrer Colonate oder zu einem anderen n\u00fctzlichen Zwecke verwenden w\u00fcrden; auch vielen von den, dem Faulenzen und der Trunksucht ergebenen Colonisten, welche bei Gelegenheit des Abholens ihres bereiteten Kornes von den M\u00fchlen, dem Laster in der Stadt nachgehen, dazu keine Gelegenheit geboten w\u00fcrde.&#8220;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das Amt Esens nahm Stellung zu dem Antrag und bef\u00fcrwortete ihn: \u201eDer Grund welcher die Erlaubnis zur Erbauung einer Ro\u00dfm\u00fchle mit einem Mahlgange motivierte, liegt auch in eben dem Ma\u00dfe hier vor, weil ohne Graupen und Gr\u00fctze ebenso wenig im l\u00e4ndlichen Haushalte fertig zu werden ist, als ohne Mehl. Man hat es dadurch den Kolonisten m\u00f6glich machen wollen, ihre notwendigen und unentbehrlichen Lebensbed\u00fcrfnisse in der N\u00e4hen zu beziehen und es unbillig und nachtheilig gefunden, dass sie gen\u00f6tigt waren, solche weither aus zu gro\u00dfer Entfernung herbeizuholen. Wenn sie das nicht mehr tun brauchen, so ersparen sie Zeit, die sie n\u00fctzlicher in ihrem landwirtschaftlichen Betriebe verwenden k\u00f6nnen, und werden von denjenigen Gelegenheiten zu unn\u00fctzen oder vermeidlichen Ferne gehalten, welche die Reisen zur Stadt etc. manchmal in ihrem Gefolge haben.&#8220;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der Landwirt Eime Heyen Simons, dessen Schwiegersohn Eime Heyen Schipper die Utarper M\u00fchle gepachtet hatte, erhob Einspruch gegen den Bau einer Ro\u00dfm\u00fchle in Schweindorf. Die geplante M\u00fchle liege nur eine halbe Stunde Weg von der Ortschaft Narp entfernt, und damit zu nahe an der Utarper M\u00fchle. Dieser w\u00fcrden so Mahlkunden abgezogen. Er schlug vor, eine M\u00fchle in Ochtersum zu errichten.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das Amt Esens nahm dazu wie folgt Stellung: Die Kolonie Schweindorf grenzt an die Gemeinde Narp. Man hat pers\u00f6nlich die Gegebenheiten vor Ort besichtigt. Die Utarper M\u00fchle liegt 3320 Schritte vom Haus Schmidt entfernt. F\u00fcr diese Entfernung m\u00fcsste ein beladener Mann eine Stunde ben\u00f6tigen. Von weiter entfernten H\u00e4usern w\u00e4re es ein noch l\u00e4ngerer Weg. Die Bedenken des E.H. Schipper wegen des Verlustes von Mahlkunden seien unbegr\u00fcndet. F\u00fcr die Kolonisten in Schweindorf sei eine M\u00fchle in der N\u00e4he vorteilhaft.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die M\u00fchle wurde von Schmidt offensichtlich gebaut. Wo sie genau gestanden hat, konnte noch nicht festgestellt werden. Aus den Angaben im Schriftwechsel kann man entnehmen: Narper Feld, 3320 Schritte (ca. 2,5 km) von der Utarper M\u00fchle entfernt, N\u00e4he einer Ziegelei. Demnach m\u00fcsste die M\u00fchle im s\u00fcdlichen Teil von Schweindorf etwa in der N\u00e4he der heutigen Neuapostolischen Kirche gestanden haben.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Sp\u00e4ter im Jahre 1863 stellte J.G.Schmidt den Antrag, statt seiner Ro\u00dfm\u00fchle eine Windm\u00fchle bauen zu d\u00fcrfen. Au\u00dferdem will er den vorhandenen Gr\u00fctzgang in einen Mahlgang f\u00fcr Weizenmehl umwandeln.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das Amt Esens teilte der K\u00f6niglichen Landrostei in Aurich dazu mit: Der Umbau der Ro\u00dfm\u00fchle in eine Windm\u00fchle w\u00fcrde eine Betriebsvergr\u00f6\u00dferung bedeuten. Das sei nicht ohne weiteres zul\u00e4ssig, da kein Mehrbedarf an Mahlkraft in der Umgebung bestehe. Feineres Mahlgut k\u00f6nne auch durch Einstellung der Mahlsteine erreicht werden. Eine neue M\u00fchle sei laut Gewerbeordnung nur mit gleicher Mahlkraft zu erlauben.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Schmidt stellte den Antrag, in der geplanten Windm\u00fchle einen Weizengang an Stelle des vorhandenen Gr\u00fctzganges errichten zu d\u00fcrfen, weil er sich einen Vorteil durch die Arbeiter der nahen Ziegelei versprach. Ein Sachverst\u00e4ndiger sollte die erforderliche Mahlkraft feststellen. Er wolle nur eine Windm\u00fchle mit gleicher Mahlkraft wie seine Ro\u00dfm\u00fchle errichten. Das sei ihm zu erlauben. Ansonsten wolle er sich an das Ministerium in Hannover wenden. (Es ging dabei um Vorschriften aus der Gewerbeordnung.)<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der Landbaumeister Blohm wurde als Sachverst\u00e4ndiger beauftragt, die Lage zu beurteilen. Er meinte, Schmidt erkl\u00e4re, die Ro\u00dfm\u00fchle werfe nicht genug Gewinn ab. Man k\u00f6nne nicht einmal ein Pferd draufhalten. Schmidt habe aber zwei, manchmal sogar 4 -5 Pferde gehalten. Auch sei nicht festzustellen, wie viel Korn j\u00e4hrlich gemahlen wurde und ob nur ein oder zwei Mahlg\u00e4nge gleichzeitig in Betrieb gewesen seien. Ob dabei nur ein Pferd oder zwei eingesetzt gewesen seien. Auch sei eine Ro\u00dfm\u00fchle kaum mit einer Windm\u00fchle zu vergleichen. Die Leistung h\u00e4nge zu sehr von der Fl\u00fcgell\u00e4nge und der Windst\u00e4rke ab. Es d\u00fcrfe aber nicht mehr Mahlkraft als vorher erreicht werden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Offensichtlich wurde Schmidt die Erlaubnis zum Bau der Windm\u00fchle nicht erteilt. Es konnte kein M\u00fchlenstandort im s\u00fcdlichen Teil von Schweindorf ermittelt werden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Schon f\u00fcnf Jahre sp\u00e4ter 1868 beantragte der Hausmann Friedrich Eckhoff bei der Landrostei in Aurich die Konzession zum Betrieb einer Windm\u00fchle und Genehmigung des<br \/>\nM\u00fcllergewerbes in Schweindorf. Er habe f\u00fcr den eigenen Betrieb eine Ro\u00dfm\u00fchle mit<br \/>\nangeschlossener Dresch- und H\u00e4ckerlingsmaschine. Diese sei aber nicht ausgelastet.<br \/>\nIn der Bev\u00f6lkerung bestehe auch der Wunsch nach einer Windm\u00fchle. Die Konzession wurde Eckhoff verweigert, da er nur Hausmann und kein M\u00fcller sei.<br \/>\nDaraufhin beschwerte er sich beim Oberpr\u00e4sidenten der Provinz Hannover. Aber ohne Erfolg.<\/p>\n<hr \/>\n<h2>Windm\u00fchle von T\u00f6njes Eckhoff<\/h2>\n<p style=\"text-align: justify;\">Im Jahre 1874 lie\u00df der Particulier (Schiffseigent\u00fcmer T\u00f6njes Eckhoff in Schweindorf auf der D\u00f6rpstede vom M\u00fchlenbauer J\u00fcrgen M\u00f6nk aus Gro\u00dfefehn eine Windm\u00fchle mit einem Wohnhaus errichten.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die M\u00fchle war ein zweist\u00f6ckiger Galerieholl\u00e4nder mit Steert und Segelfl\u00fcgeln. Der Achtkant war mit Reet gedeckt. Die Fl\u00fcgelflucht betrug 52 Fu\u00df (ca. 18 m). Die Mahlg\u00e4nge bestanden aus einem Ibbenb\u00fcrener Sandstein zum Schroten von Roggen mit einem Durchmesser von ca. 1,65 m, einem Franz\u00f6sischen Blaustein zur Weizenmehlherstellung von ca. 1,53 m Durchmesser und einem Peldestein zur Herstellung von Graupen mit ca. 1,67 m Durchmesser.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das Wohnhaus hatte f\u00fcnf Zimmer und einen Keller. Drei Zimmer hatten Holzfu\u00dfb\u00f6den, die anderen waren mit Mauersteinen gepflastert.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die M\u00fchle und das Wohnhaus wurden f\u00fcr die M\u00fchlenbrandsoziet\u00e4t eingesch\u00e4tzt. Die Sch\u00e4tzung der M\u00fchle unternahmen der M\u00fchlenzimmermann J\u00fcrgen M\u00f6nk aus Gro\u00dfefehn und der M\u00fcller Ulrich Gerdes aus Westeraccum. Das Wohnhaus sch\u00e4tzten die Zimmermeister Claas de Witt aus Schweindorf und Mintke Holen Willms aus Utarp.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die M\u00fchle wurde zum l. Mai 1874 an Johann Eilts aus Utarp verpachtet.<br \/>\nJ. Eilts Pachtperiode ging bis 1878 und wurde dann um weitere sechs Jahre verl\u00e4ngert.<br \/>\nAus dieser Zeit besteht noch der Pachtvertrag.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Pachtung ging zwischenzeitlich an Foke Ulrich Foken, den Schwiegersohn von Johann Eilts \u00fcber. 1885 wurde die Besitzung von U. Foken erworben. (Ulrich Foken war der Gro\u00dfonkel von Gerhard Eilts Foken) Er war bis 1890 Besitzer der M\u00fchle. Die Besitzung wurde 1890 gel\u00f6scht. U. Foken erwarb dann einen Hof (heute Gerhard Eilts Foken, Sohn Johann Foken) in Schweindorf.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die M\u00fchlenbesitzung wurde am 27.11.1901 an den L-hrer Johann Klaashen verkauft. Die Familie Klaashen betrieb einen Landhandel, eine B\u00e4ckerei und ein Kolonialwarengesch\u00e4ft.<\/p>\n<hr \/>\n<h2>Windm\u00fchle von Johann Klaashen<\/h2>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"http:\/\/muehle-schweindorf.holtriem-news.de\/wp-content\/uploads\/2014\/11\/mul_alt.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft wp-image-109 size-full\" src=\"http:\/\/muehle-schweindorf.holtriem-news.de\/wp-content\/uploads\/2014\/11\/mul_alt.jpg\" alt=\"mul_alt\" width=\"200\" height=\"272\" srcset=\"https:\/\/muehle-schweindorf.holtriem-news.de\/wp-content\/uploads\/2014\/11\/mul_alt.jpg 200w, https:\/\/muehle-schweindorf.holtriem-news.de\/wp-content\/uploads\/2014\/11\/mul_alt-110x150.jpg 110w\" sizes=\"(max-width: 200px) 100vw, 200px\" \/><\/a> Am 27.11.1901 kaufte der Lehrer Johann Klaashen die Eckhoffsche M\u00fchle. Die Familie Klaashen betrieb einen Landhandel, eine B\u00e4ckerei und einen Kolonialwarenladen. P\u00e4chter der M\u00fchle war der M\u00fcller Tamme Wiebersiek.<br \/>\nAm 20.08.1906 brannte die M\u00fchle ab.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Brandstelle wurde am 22.08.06 durch den Holzh\u00e4ndler Peter Wilhelm Timm und den M\u00fchlenzimmermann Cornelius Men\u00dfen, beide aus Carolinensiel, eingesch\u00e4tzt. Sie setzten den Wert der restlichen Steine auf 600 Mark fest. Diesen Wert hielt Klaashen f\u00fcr zu hoch. Die Steine seien nur noch 300 Mark wert. Der Abbruch der Brandruine sei schon fortgeschritten. Die Brandkasse lehnte diesen Einspruch und einen weiteren ab.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"http:\/\/muehle-schweindorf.holtriem-news.de\/wp-content\/uploads\/2014\/11\/mul_alt2.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright wp-image-110 size-full\" src=\"http:\/\/muehle-schweindorf.holtriem-news.de\/wp-content\/uploads\/2014\/11\/mul_alt2.jpg\" alt=\"mul_alt2\" width=\"223\" height=\"283\" srcset=\"https:\/\/muehle-schweindorf.holtriem-news.de\/wp-content\/uploads\/2014\/11\/mul_alt2.jpg 223w, https:\/\/muehle-schweindorf.holtriem-news.de\/wp-content\/uploads\/2014\/11\/mul_alt2-118x150.jpg 118w\" sizes=\"(max-width: 223px) 100vw, 223px\" \/><\/a>Im Jahre 1907 lie\u00df Johann Klaashen vom M\u00fchlenbaumeister Dirks aus Emden eine neue M\u00fchle errichten.<br \/>\nDiese entstand etwa 50 Meter weiter n\u00f6rdlich vom fr\u00fcheren Standort. Am 2.08.1907 teilte Johann Klaashen der M\u00fchlenbrand-Societ\u00e4t in Aurich mit: \u201eSehr geehrter Herr Direktor! Vom Gesch\u00e4fte meines Sohnes aus beehre ich mich Ihnen mitzuteilen, dass meine neue M\u00fchle gerichtet steht. Kontraktm\u00e4\u00dfig steht H. Dirks die II. Rate zu, die bei unserer Versicherung f\u00e4llig ist. Sollten Sie, Herr Direktor, zuf\u00e4llig das Geld zur Verf\u00fcgung haben, so geben Sie es nur Herrn Dirks. Ich erkl\u00e4re ausdr\u00fccklich, dass Herr Dirks f\u00fcr mich quittieren kann. Gru\u00df Klaa\u00dfen, Lehrer&#8220;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Am 23. Oktober 1907 wurde die fertige M\u00fchle vom M\u00fchlenbaumeister Menno Bernhard Dirks aus Emden und dem M\u00fcller Hinrich G. Eilts von der Klosterm\u00fchle bei Esens f\u00fcr die M\u00fchlenbrand-Societ\u00e4t eingesch\u00e4tzt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die neue M\u00fchle war folgenderma\u00dfen beschaffen:<br \/>\nEs war ein Galerieholl\u00e4nder mit Steert und Segelfl\u00fcgeln. Die H\u00f6he betrug 18m,<br \/>\ndie Galerieh\u00f6he 7 m und die Fl\u00fcgelflucht ca. 18 m. Es gab nur eine Schrotgang mit Mindener Sandstein von ca. 1,50 m Durchmesser.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der bisherige P\u00e4chter Tamme Wiebersiek hatte sich inzwischen eine eigene M\u00fchle gebaut. Als M\u00fcller in dieser M\u00fchle waren t\u00e4tig:<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">&#8211; 1939 M\u00fcller Heio Backer aus Utarp<br \/>\n&#8211; 1940-1945 M\u00fcller Ludwig Hinrichs aus Utarp<br \/>\n&#8211; 1945-1950 M\u00fcller Johann Harms aus Schweindorf B\u00e4cker Hermann Weyers<br \/>\n&#8211; 1951-1973 Heino Klaashen und Harm Dittmer<br \/>\nSeit 1949 waren die Geschwister Klaashen Eigent\u00fcmer der M\u00fchle.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">1965 wurden die Kappe, die Fl\u00fcgel und die Galerie wegen Bauf\u00e4lligkeit abgerissen. Bunkler, K\u00f6nig und Stirnrad fanden in anderen M\u00fchlen Verwendung. Der Achtkant wurde mit einem Dach verschlossen. Den Mahlgang trieb nun ein Elektromotor an. Dieser war im Achtkant eingebaut und \u00fcber eine Riemenscheibe mit dem Klauspill verbunden. Sp\u00e4ter wurde noch eine Hammerm\u00fchle installiert und der Mahlgang stillgelegt. Das M\u00fchlengeb\u00e4ude und das M\u00fcllerhaus dienten als Lagerraum f\u00fcr den Land- und Kohlenhandel der Familie Klaashen. Sp\u00e4ter wurden das M\u00fcllerhaus mit den angrenzenden Lagerschuppen an die Raiffeisengenossenschaft verkauft. Der M\u00fchlentorso blieb im Besitz der Familie Klaashen und verfiel immer mehr.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Am 1.02. 1992 kauften die Br\u00fcder Scheweling aus Marienhafe und Frau Gisela Beckeraus Marburg den M\u00fchlentorso. Mit einigen Anwohnern wurde unter der Leitung von Alma Siebels und Wiebke Bruns am 18.06.1992 der M\u00fchlenverein Schweindorf e.V. gegr\u00fcndet.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Er machte es sich zum Ziel, die M\u00fchle wieder voll funktionsf\u00e4hig herzustellen. Wiebke Bruns wurde die erste Vorsitzende, Erhard Pfeifer der zweite Vorsitzende und Harm Dittmer der M\u00fchlenwart. Hans J\u00fcrgen Bubolz \u00fcbernahm die Kassenf\u00fchrung. Mit den Eigent\u00fcmern wurde ein Nutzungsvertrag f\u00fcr 20 Jahre abgeschlossen. Seit 1997 Ist Holger Rathmann Vorsitzender des M\u00fchlenvereins. Im Jahre 2002 \u00fcberl\u00e4sst Eigent\u00fcmerin Gisela Becker ihren Anteil an der M\u00fchle dem M\u00fchlenverein Schweindorf. So wurde der M\u00fchlenverein auch M\u00fchlenbesitzer.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Holger Rathmann, Vorsitzender des M\u00fchlenvereins Schweindorf, hat die Schweindorfer M\u00fchlengechichte in einem Buch zusammen getragen. mehr&#8230; Ro\u00dfm\u00fchle von J\u00fcrgen Gottfried Schmidt Im Jahre 1847 bat der Schmied J.G. 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